Gesundheitsgefahren bei PU-Dosenschaum

Sind ein- oder zweikomponentige PU-Dosenschäume gesundheitsschädlich?

Zur Problematik der möglichen Gesundheitsgefahren von PU-Schäumen können wir Ihnen folgendes sagen:

Die in den Ausgangsstoffen von PU-Schäumen enthaltenen Isocyanate sind zwar gesundheitsschädlich, jedoch stuft der Gesetzgeber diese als mindergiftig ein. Bezüglich des Gehaltes an Diphenylmethan-4,4-diisocyanat gibt es für die Verarbeitung eine maximale Arbeitsplatzkonzentration, den sog. MAK-Wert, welcher bei ausreichender Belüftung auch bei einer Daueranwendung nicht erreicht wird. Die Freisetzung dieser Isocyanate betrifft wohlgemerkt die Verarbeitung der Schäume, also die noch nicht ausreagierten Bestandteile.

Dieses spiegelt sich natürlich auch in den DIN-Sicherheitsdatenblättern wieder, in denen Vorsichtsmaßnahmen für die Verarbeitung empfohlen werden.

Ganz anders sieht es da bei den bereits verarbeiteten und ausreagierten PU-Schäumen aus. Hier sind die Ausgangsstoffe, wie auch die Isocyanate chemisch umgewandelt zu Polyurethan und somit nicht mehr vorhanden. Das einzige, was noch innerhalb der ersten Tage nach der Verarbeitung entweicht, sind Treibgasreste.
So lagen bei Raumluftmessungen der Berufsgenossenschaft Chemie in der nahen Raumluft (10 cm Abstand des ausgehärteten PU-Schaumes) die Isocyanat-Werte in der Luft unter der Nachweisgrenze. Was das bei der heutigen sehr genauen Analysetechnik bedeutet, muss nicht weiter ausgeführt werden.