Baufeuchte

Als Baufeuchte wird die Feuchte bezeichnet, die aus bautechnischen Gründen in der Bauphase ins Gebäude gebracht wird. Während der Bauphase und in den ersten Nutzungsjahren muss daher ausreichend gelüftet werden. Besonders im Winter (Tauperiode) kann es bei halbfertigen Konstruktionen (z.B.: noch nicht gedämmte Dachgeschosse) innerhalb von wenigen Stunden zu Feuchteschäden kommen, wenn die relative Luftfeuchtigkeit zu groß wird. (Siehe Tauwasser und Taupunkt).

Mögliche Quellen für Baufeuchte sind Beton, Mörtel, Nassestrich, Putz, Farben usw., aber auch gasbetriebene Geräte, wie Heizungen und Schweißbrenner. Bei der Verbrennung von einem Kubikmeter Gas wird ein Liter Wasserdampf frei. Eine niedrige Baufeuchte bedeutet einen geringeren Energieverbrauch während der ersten Heizperioden sowie eine verminderte Beeinträchtigung der Gesundheit von Bewohnern des Neubaus.